Es war bei lausig-kaltem, ungemütlichem Wetter das erwartet einseitige Spiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellenletzten in Laboe. Gleichwohl brauchte es seine Zeit um den Knoten platzen zu lassen. Das Abwehr-Bollwerk der Gastgeber hielt bis zur 21. Minute und es bedurfte einer feinen Einzelleistung durch Rasmus Backhaus, der an drei Gegenspielern vorbei kurvte bevor er den Ball aus ca. 14 Metern versenkte. Vor dem zweiten Treffer, übrigens ein Eigentor, zeichnete sich darüber hinaus Bent als Elfer-Killer aus. Der mögliche Ausgleichstreffer hätte den Spielverlauf um einiges auf den Kopf gestellt aber mit dem 0:2 kurz vor dem Pausenpfiff wurde die 2. Spielhälfte mit der nötigen Sicherheit zu einem Tor-Festival. Jetzt klappten auch technische Kabinettstückchen und Ballpassagen bis zum finalen Abschluss. Mit Steffen Sitte (54.), Tim Gürntke (62./89.), Thies Borchardt (67./68.) und Silas Lohse (90.) wurde das Ergebnis gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber in die Höhe geschossen.

Rasmus lässt sich nach seinem Treffer zum 0:1 beglückwünschen

Fazit: Trotz eindeutiger Feldüberlegenheit und Spiel auf ein Tor brauchte es Geduld bis zur Führung. Ausser dem verschossenen Elfmeter hatte der VfR eine weitere Großchance unmittelbar vor dem Tor kläglich vergeben. In der zweiten Halbzeit fiel Laboe dann mehr und mehr auseinander und hatte der Szodruch-Truppe, vertreten durch Alex v. Randow, nichts mehr entgegenzusetzen.

In der nächsten Woche (Samstag 12.3. / 14.00 Uhr) wird es gegen den Tabellenersten auswärts ein ungleich schwereres Spiel werden ! Der TSV Preetz liebäugelt genau wie unsere Mannschaft mit der Landesliga. Nach allen bisherigen Ergebnissen evtl. eine Art Vorentscheidung für den Aufstieg, der Platz 1 erforderlich macht.

Die Verbandsliga Ost bleibt weiterhin spannend - denn unser Team ist dem Tabellenführer weiter auf den Fersen. Wenn der TSV Preetz auch mit einem 7-Punktevorsprung und einem Spiel mehr auf dem Aufstiegsrang rangiert sind noch die direkten Begegnungen auszutragen. Im Spiel gegen Saxonia begann die Mannschaft von Benni Szodruch sehr engagiert und druckvoll. Die Gäste hatten kräftig zu tun, das Dauerfeuer an Chancen abzuwehren. Das gelang in diversen Szenen sprichwörtlich mit der Fußspitze, um gute Einschußmöglichkeiten zu verhindern. Zur Halbzeit hätte unsere Mannschaft locker mit 3 bzw. 4 Toren führen können. Der 2:0 Halbzeitstand durch Kristof Koop (34. Min.) und Olli Dreyer (37. Min.) ließ sich trotz zahlreicher Möglichkeiten nicht weiter ausbauen.

Besonders in der 1. Spielhälfte machte Kristof Koop mächtig Druck über die rechte Außenbahn

Julius Michael Todt erzielte fulminant das wichtige 3:1

Nach der Pause bot sich ein etwas anderes Bild. Unser Team ließ dem Gegner mehr Raum und Ballbesitz obwohl Saxonia bereits seit der 25. Min. nur mit 9 Feldspielern unterwegs war. Einer der erfahrenen FSG Spieler wurde zurecht erst mit der gelben Karte bedacht, nach Rücksprache mit dem Linienrichter mit ROT des Feldes verwiesen. Eine Schiri-Korrektur, die bei den Zuschauern und auf dem Feld sehr gut beurteilt wurde.

Nach einem zu kurz geratenen Kopfball-Rückpass Richtung Bent Kalbhenn durch Olli konnte der vereinsamte FSG Stürmer erlaufen, den Ball an Bent vorbei spitzeln und ohne einen weiteren Gegenspieler locker einnetzen. Ein geschenktes Tor für die FSG ! Leicht angestachelt und motiviert ob dieses unerwarteten Anschlusstreffers in der 61. Min. keimte die Hoffnung auch optisch bei Saxonia auf. Erst in der 80. Min. konnte Julius Michael Todt die Kräfteverhältnisse wieder ins rechte Licht rücken bevor Goalgetter vom Dient, Tobi Nehren, mit seinem obligatorsichen Treffer (85. Min.) dem Spiel seinen Segen und den "Deckel drauf" machte.

Fazit: Mit deutlicher Überlegenheit verpasste es unsere Mannschaft früh die Weichen auf Sieg zu stellen. Ganz im Gegenteil erlaubte man dem Gegner trotz Unterzahl kurzzeitig Morgenluft zu schnuppern. Alles andere als ein verdienter Sieg, auch in dieser Höhe, wäre enttäuschend gewesen.

Nach sieben durchaus überzeugenden Partien in der Verbandsliga Ost folgte gegen Flintbek ein fussballerischer Einbruch unseres Teams. Nicht Wiederzuerkennen präsentierte sich die Mannschaft von Benni Szodruch in nahezu allen Belangen dem Gegner nicht gewachsen. Hinzu kam fehlendes Spielglück, denn ausnahmslos alle zweiten Bälle und jeder abgefälsche oder versprungene Ball landete beim Gegner, der zu Spielbeginn nicht unbedingt selbstsicher auftrat. Dieser Zustand entwickelte sich erst mit den relativ leicht erzielten Toren in der 14./37. und 45. Min. Das Flintbeker Selbstbewusstsein wuchs zudem mit dem (zu) harten, gelb/roten Platzverweis von Steffen Sitte, einem RS-Schlüsselspieler, in der 44. Minute.

schmerzlich - ab der 44. Min. ohne Leistungsträger Steffen Sitte  Tim - unzufrieden mit dem Passspiel  Tobis Mimik spricht für sich

Zu Begin der 2. Spielhälfte hatte der Zuschauer duchaus den Eindruck, dass unsere Mannschaft trotz Unterzahl noch an sich glaubte. Man arbeitete engagiert an einem Anschlusstor, um das Unmögliche noch greifbar zu machen. Statt Hoffnung zu wecken kassierte man in der 54. Min. das "Deckel-Drauf Tor" zum 0:4.

Eine völlig neue Situation für unsere Erfolg-Verwöhnten Spieler, die in der 58. Min. auch noch den fünften Treffer schlucken mussten, bevor Thies Borchardt in der 78. Min. per Strafstoss den Ehrentreffer erzielte. Dem Endergebnis angepasst stellte sich die Stimmung nach dem Spiel dar, hängende Köpfe und ungläubige Gesichter ...

Fazit: Da passte wenig zusammen ! Mit Olli Dreyer verlor das Team verletzungsbedingt gleich nach Spielbeginn ihren Regisseur. Ab der 44. Min reduziert sich die Mannschaft durch Steffen´s Platzverweis. Maxi v. Randow und Tom Bartels wurden schmerzlich vermisst. Andere Spieler erreichten kein Verbandsliga-Niveau. Alles zusammen wäre eine Erklärung für diesen bitteren Spielausgang, der sich im Rückspiel - da ist sich der Autor sicher - in dieser Deutlichkeit nicht wiederholen dürfte.

 

Eine klare Angelegenheit wurde das Spiel gegen die TSG Schönkirchen. Die Spielkontrolle hielt nahezu über die gesamte Distanz, von daher ging der Sieg komplett in Ordnung. Den kurzzeitigen Anschlusstreffer erzielte die TSG als Maxi v. Randow ausrutschte und Fynn Krahl mit einem sehenswerten Heber einnetzte. Die Führung zum 1:0 erzielte Tobi Nehren bereits in der 1. Spielminute nach einem Standard und Leon Lembke erhöhte auf 2:0. Von der TSG kam insgesamt zu wenig um als Sieger vom Platz zu gehen. Rasmus Backhaus erhöhte auf 3:1 und vor der Halbzeit schnürte Leon mit dem 4:1 seinen Doppelpack. In der zweiten Spielhälfte war es dann Thies Borchardt, der den überzeugenden Schlusspunkt setzte. Tim Gürntke wurde gefault und schob den Übeltäter mit dem Ellenbogen, worauf der Schiri eine vertretbare gelbe Karte zog. Mit der Intervention des Linienrichters wurde zu aller Unverständnis aus "gelb" die rote Karte. Das nicht rotwürdige Foul wurde per Video dem Verband zugespielt und bewertet. Zur Gesichtswahrung der Spielleitung beliess man es bei einer Spieltags-Sperre.

In Dersau lief es etwas ungemütlicher, obwohl Bennis Mannschaft den Gegner überwiegend kontrollierte. Die Gastgeber kamen kaum zu Torgelegenheiten und unsere Mannschaft zog bis zur Halbzeit mit 3 Treffern davon. Eigentlich sollte der berühmte Deckel drauf gewesen sein aber mit Slapstick ähnlichen (Zufalls)-Toren kam Dersau mit zwei Treffern wieder ins Spiel. Die restlichen 11 Minuten entwickelten sich zum reinen Fight - die Gelgenheiten zu weiteren Toren hätten diese Aufregung verhindert. Trotzdem unter dem Strich der verdiente 2:3 Sieg. Die Tore erzielten Thies Borchard, Finn Logeman und Christoph Koop.

Am Samstag den 6.11. geht es im Birkenstadion gegen den TSV Plön. In der Hinspiel Begegnung trennte man sich 1:1 - nachdem Plön in Führung gegangen war. Ein zäher Gegner, der mit 22 Punkten nur einen Zähler hinter uns gastiert und um einen möglichen Aufstieg mitreden möchte.

Es dauerte doch einige Zeit um sich mit dem Kunstrasen des Gastgebers anzufreunden. Lang gespielte Bälle waren kaum erreichbar bzw. zu erlaufen und die Präzision im Passspiel ist damit wichtiger denn je. Der Gastgeber kam mit dem gewohnten Untergrund besser zurecht, konnte sich allerdings nicht als spielbestimmende Mannschaft beweisen.

Mit Tobias wurde es in der 2. Spielhälfte unangenehmer für Intertürk

Die Spielkontrolle ging damit subjektiv an unsere Mannschaft. Dennoch verstand es Inter unsere Angriffsspieler zumindest in der 1. Spielhälfte nicht in ihrer gefährlichen Zone großartig auftrumpfen zu lassen. Im Gegenteil, der Gastgeber kam in der 13. Minute relativ unerwartet zur 1:0 Führung. Ein irreguläres Tor aus Zuschauersicht, denn Steffen Sitte wurde zuvor im Ballbesitz regelwidrig attackiert und zu Boden geschubst.

Gut durchkombiniert konnte Thies Borchardt in der 19. Minute aus kurzer Distanz ausgleichen. Das Remis hatte mit dem 2. Intertürk-Treffer in der 30. Min. nur kurz Bestand und mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. In der 2. Spielhälfte forcierte Benni Szodruchs Team das Tempo und produzierte zahlreiche Abschlüsse mit diversen Nachschüssen, die allesamt glücklich abgewehrt werden konnten. Erst in der Schlußminute erzielte Tobias Nehren den verdiente Ausgleichstreffer. In der Verlängerung erzielte Tobi noch den Siegtreffer, der vom Schiri, als Abseitsstellung erkannt, nicht gewertet wurde.

Gemessen an Spielanteilen und Tormöglichkeiten ein glücklicher Punkt für Inter.

   
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